Die Abgeltungssteuer ab 2009

Die Abgeltungssteuer ist eine Quellensteuer auf Kapitalerträge. Als Teil der Unternehmenssteuerreform wird sie am 01.01.2009 in Kraft treten.

Die Abgeltungssteuer wird auf fast alle Kapitalerträge angewandt – egal ob es sich dabei um Zinserträge, Kursgewinne, Dividenden, Couponzahlungen oder auch Fonderträge handelt. Ausgeschlossen von der Abgeltungssteuer und weiterhin im §23 EStG geregelt sind Erträge aus Devisengeschäften, Immobilien, Edelmetallen und sonstigen Wirtschaftsgütern. Ab dem 01.01.2009 werden für Kapitalerträge, welche den Sparerpauschbetrag von 801 EUR (bzw. 1602 EUR für Verheiratete) überschreiten, pauschal 25 Prozent Kapitalertragssteuer zzgl Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ggfls. Kirchensteuer berechnet und direkt durch die Banken an die Finanzämter abgeführt.

Im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform wird zwar immer wieder von der Abgeltungssteuer gesprochen. Im Gesetz heißt diese Steuer auf die Kapitalerträge aber auch weiterhin Kapitalertragssteuer (KESt).

Kapitalerträge welche bereits im Rahmen der Abgeltungssteuer besteuert wurden, brauchen nicht mehr in der Einkommenssteuererklärung angegeben werden.  Der Steuerpflichtige kann jedoch wahlweise eine Einbeziehung in seine Einkommenssteuer beantragen (beispielsweise, wenn der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liegt). Dadurch soll eine übermäßig hohe Besteuerung vermieden werden. Nicht mehr absetzbar sind ab 2009 jedoch Werbungskosten im Zusammenhang mit privaten Kapitalerträgen