Der Kreditvertrag

Nach einem Kreditgespräch erhält der Kunde im Fall einer positiven Entscheidung ein individuelles Kreditangebot. Will er dieses annehmen, setzt die Bank einen Kreditvertrag auf, welcher von beiden Vertragspartnern (Kreditnehmer und Kreditgeber) unterzeichnet werden muss.

Der Kreditvertrag kommt somit wie andere Verträge durch zwei gegeneinander gerichtete Willenserklärungen zustande (Angebot & Annahme). Er bedarf der Schriftform.

Gemäß §§ 491-498 BGB (für Verbraucherdarlehen) müssen folgende Inhalte im Kreditvertrag angegeben sein:

Zusätzlich verlangen die Banken grundsätzlich, dass der Kreditnehmer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Bank anerkennt. Dies geschieht durch einen ausdrücklichen Hinweis im Kreditvertrag und das Einverständnis des Kunden durch seine Unterschrift auf dem Vertrag.

Überziehungskredit / Dispokredit

Abweichend hiervon sind dem Kreditnehmer bei einem Überziehungskredit, bei welchem von der Bank das Recht zur Überziehung des laufenden Kontos eingeräumt wird und außer den Zinsen keine weiteren Kosten anfallen (Dispo-Kredit), folgende Punkte mitzuteilen:

Im Falle des Überziehungskredits muss des Kreditgeber die Inanspruchnahme nur schriftlich - spätestens nach der ersten Inanspruchnahme - bestätigen. Während der Inanspruchnahme ist die Bank zudem verpflichtet den Kreditnehmer über jede Änderung des Jahreszinses zu informieren.
Für einen Dispokredit bedarf es keiner Unterschrift des Kunden. Die Unterrichtung über die Einräumung mit den Vertragspunkten sowie jede Änderung der Bedingungen muss dem Kreditnehmer nur in Textform mitgeteilt werden. Ein Andruck auf dem Kontoauszug genügt diesen Anforderungen.