Konsumentenkredite - Ratenkredite an Privatpersonen

Ein Ratenkredit ist ein mittel- oder langfristes Darlehen, welches einem Kunden in einer Summe zur Verfügung gestellt wird. Ratenkredite dienen überwiegend der Finanzierung von langlebigen Wirtschaftgütern aber auch von Urlaubsreisen und andere Hobbys. Banken bieten diese unter verschiedenen Namen, wie beispielsweise Autokredit, Privatkredit oder persönlicher Anschaffungskredit, an.

Meist sind Ratenkredite standardisierte Produkte, welche Kunden von Banken zur Verfügung gestellt werden. Oftmals erfolgt die Bereitstellung als Blankokredit bzw. als Privatkredit, welcher zusätzlich durch eine Lohn- und Gehaltsabtretung gesichert ist. Ob weitere Sicherheiten (wie eine Bürgschaft oder Sicherungsübereignung) von der kreditgebenden Bank verlangt werden, ist abhängig von der Bonität des Kreditnehmers.

Die Bereitsstellung von einem Ratenkredit erfolgt in Form, dass für den Kunden ein Kreditkonto angelegt wird, welches mit der Kreditsumme belastet wird. Gleichzeitig wird der Kreditbetrag dem Girokonto gutgeschrieben.

Die Rückzahlung des Ratenkredits erfolgt anschließend in gleichbleibenden monatlichen Teilbeträgen (auch Raten), welche in einem Tilgungsplan bei Vertragsabschluss festgelegt werden. Die Montsraten beinhalten neben der Kredittilgung auch Zinsen und Gebühren des Kreditinstituts.

Die Zinssätze für Ratenkredite liegen meist niedriger als die Zinsen für Dispositionskredite, welche als Kreditrahmen zur Verfügung gestellt werden.

Neben den Kosten für den Ratenkredit wird von den Banken meist auch der Abschluss einer Restschuldversicherung für die Bereitstellung des Kredits vorausgesetzt.

In Deutschland werden Ratenkredite seit den 50er Jahren an Privatkunden vergeben. Wurden Sie in den Anfängen vorwiegend durch spezielle Teilzahlungsbanken vergeben, stellen sie derzeit einen wichtigen Geschäftsbereich der meisten Geschäftsbanken dar.

Die rechtliche Grundlage für Ratenkredite an Privatpersonen bildet seit dem 01. Januar 2002 das Schuldrechtsmodernisierungsgesetz, welches in den §§ 488 ff des BGB – Verbraucherdarlehen, geregelt ist.  Zuvor galt hierfür das Verbraucherkreditgesetz.