Kontoarten

Bankkonten lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien unterscheiden. Zum einen gibt es die Unterscheidung nach dem Zielkundenkreis – hier unterscheidet man Konten für Privatkunden, für Firmenkunden sowie Interbankenkonten.

Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach der Verwendung des Kontos.

Das Kontokorrentkonto bzw. Girokonto dient der Verbuchung von Sichteinlagen und der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Ebenso können über das Girokonto auch weitere Geschäfte zwischen Kunde und Kreditinstitut abgewickelt werden.
Zusätzlich zum §675 BGB dient aufgrund der gegenseitigen Verrechnung der beidseitigen Ansprüche und Leistungen auch der §355 HGB als Rechtsgrundlage.
=> Zum Vergleich kostenloser Girokonten

Eine Sonderform der Girokonten, welche nur auf Guthabenbasis geführt werden, sind Tagesgeldkonten (Zum Tagesgeld-Vergleich).

Sparkonten dienen durch die Verbuchung von Spareinlagen der Vermögensansammlung. Diese werden nur kreditorisch, d.h. auf Guthabenbasis, geführt. Sie sind nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt. Für Gelder, welche auf Sparkonten angelegt werden, gilt eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten. Ohne vorherige Kündigung kann bei Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist pro Kalendermonat und Sparkonto ein Betrag von 2000 Euro frei verfügt werden.
Eine zusätzliche Rechtgrundlage bilden in diesem Fall die Bedingungen für Spareinlagen sowie die §607ff BGB.
=> Zum Vergleich einiger attraktiver Sparkonten

Möchte man höhere Zinsen als auf einem Sparbuch erhalten und gleichzeitig eine Zinsbindung für eine feste Laufzeit, entscheidet man sich für ein Terminkonto als zinsbringende Geldanlage. Hierbei unterscheidet man Festgelder mit festgelegtem Fälligkeitsdatum und Kündigungsgelder mit einer vereinbarten Kündigungsfrist. Auch bei diesen ist eine Nutzung für den Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Die Anlagedauer für Termingelder beträgt mindestens 1 Monat. Entscheidend für den möglichen Zinssatz ist die Festlegungsdauer bzw. Kündigungsfrist sowie die Höhe der Einlage.
Als zusätzliche Rechtgrundlage gelten die §607ff & §700ff BGB über die unregelmäßige Verwahrung.

Depotkonten dienen der Verbuchung von Wertppierbeständen und in diesem Zusammenhang auch der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für den Kunden. Kunden erhalten so einen Überblick über ihre gehaltenen Wertpapiere unter Angabe der Wertpapierbezeichnung (Name, WKN, ISIN), den Nennbetrag bzw. die Stückzahl, die Verwahrart und den Lagerort.
Auch entsprechende Wertpapier-Orders werden über Depotkonten abgewickelt. Als Verrechnungskonto dient in diesen Fällen grundsätzlich ein Kontokorrentkonto.
In diesem Fall wird die Rechtsgrundlage durch verschiedene Gesetze begründet - § 688ff BGB über die Verwahrung sowie §14 WPH.

Auf Darlehenskonten werden den Kunden Gelder zur Verfügung gestellt, welche dieser tilgt und wofür er entsprechend vereinbarte Zinsen zahlt. Die Einrichtung erfolgt aufgrund von Darlehensverträgen (z.B. Ratenkredite, Immobilienkredite, ..) Darlehenskonten weisen den Kreditbetrag, die Auszahlung dessen sowie die jeweilige Tilgung des Kredits auf. Der vereinbarte Zinssatz varriiert grundsätzlich je nach Höhe der Kreditsumme, der persönlichen Kreditwürdigkeit des Kunden, Laufzeit des Kredites und etwaigen Sicherheitsleistungen.