Das Geschäfts-Bankensystem in Deutschland

Das Geschäftsbankensystem umfasst zwei Hauptbereiche – die Universalbanken und die Spezialbanken.

Die Universalbanken gliedern sich in drei Arten: private Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese betreiben grundsätzlich alle typischen Bankgeschäfte.

Der Bereich der Spezialbanken umfasst alle Kreditinstituten mit einer Hauptaufgabe.

So zählt es zu den Aufgaben der Bausparkassen die Finanzierung von Wohneigentum durch Bauspardarlehen für welche vor Inanspruchnahme bereits Bauspareinlagen in einer gewissen Höhe eingezahlt wurden.

Realkreditinstitute -  private Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalten – gewähren Hypothenkredite bzw. Kommunaldarlehen. Die Finanzierung dieser Spezial-Kredite erfolgt in diesem Fall durch die Ausgabe von verzinsten Pfandbriefen und Kommunalobligationen.

Die Kapitalanlagegesellschaften (KAG) widmen sich der Verbesserung der Vermögensbildung durch Sammlung von Anlagegeldern in einem Fonds und Anlage der Mittel in Wertpapieren, Immobilien, Renten etc. Nach dem Grundsatz der Risikomischung.

Wertpapier-Sammelbanken sind Spezialinstitute welche der Sammlung von Wertpapieren und dem Effektengirverkehr dienen.

Bürgschaftsbanken übernehmen mit Hilfe staatlicher Förderung, Bürgschaften und Garantien für kleine und mittelständische Unternehmen bei relativ geringen Kosten.

Eine weitere Art der Spezialbanken sind die Kreditinstitute mit Sonderaufgaben. Diese übernehmen bestimmte Aufgaben im allgemeinen oder öffentlichen Interesse. Hierzu zählen unter anderem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die AKA Ausfuhr-Kreditgesellschaft mbH und die Deutsche Ausgleichsbank.