Faktoren die den EUR/USD-Kurs beeinflussen

In den letzten Monaten gab es einen Rückgang in der US Wirtschaft, ebenso in einigen Teilen der EU, jedoch in diesen nicht so drastisch wie in den USA. Auf die USA als eine der letzten Supermächte sind natürlich viele Augen gerichtet, die jede Veränderung genau beobachten. Also, welche Faktoren haben zu der starken Abwertung des US$-Dollar geführt? Was ist mit dem allmächtigen EURO?

Es gibt wirklich viele Faktoren, welche einen Einfluss auf den EUR/USD-Kurs haben. An oberster Stelle ist die Eurozone, dies sind grundsätzlich die 15 Länder, welche einige Mitgliedern der Europäischen Union darstellen. Diese 15 Länder sind einige der mächtigsten und einflussreichsten Länder der Welt. Somit hat eine Abschwächung ihrer Wirtschaft mit Sicherheit einen Einfluss auf den EUR/USD-Kurs. Und wo wir gerade von der Eurozone sprechen, natürlich sind auch die Finanzminister und ihre Aussagen zur zukünftigen Entwicklung Faktoren, welche den EUR/USD-Kurs beeinflussen.

Die Europäische Zentralbank (EZB/ECB) ist ein weiterer. Tatsächlich ist diese ein Hauptfaktor und einige weiterer Faktoren hängen mit ihr zusammen. Diese Bank kontrolliert die Finanzpolitik der Eurozone und hat damit einen deutlichen Effekt auf die Kurse. Der EZB-Rat, welcher sich aus dem Mitgliedern des Direktoriums und zusätzlich allen Präsidenten der nationalen Zentralbanken zusammensetzt, ist das entscheidungstreffende Organ der EZB.
Der Einfluss der EZB geht jedoch noch weiter. Es gibt die EZB-Politikziele und die 2-Säulen-Finanzpolitik. Eine Säule beobachtet dabei die Inflationsentwicklung, deren Ausblick damit verbundenen Risiken für die Preisstabilität. Die Preisstabilität wird gemessen am Gewichteten Einkaufsmanagerindex (unter 2 %). Genauso wichtig ist die zweite Säule, das Geldmengenwachstum. Dieses wird durch M3 gemessen und wird mit 4,5 Prozent p.a. angestrebt.

Ein weiterer guter Indikator ist der Hauptrefinanzierungssatz der EZB. Diesen nutzt die EZB zur Steuerung der Liquidität. Der Euribor oder der 3-Monats-Euribor für Anlagen ist ebenso ein guter Indikator. Dieser Zinssatz entspricht nicht dem für Anlagen bei Banken in der Eurozone. Er bildet vielmehr ein Barometer um Unterschiede bei den Zinssätzen zu erkennen. Dies bedeutet, wenn das Zinsgefälle zugunsten des Euribor gegenüber der EUR-Dollar-Anlage steigt, wird der EUR/USD-Kurs steigen.

Dann gibt es die 10jährigen Staatsanleihen. Diese geben den Zinsunterschied zwischen der Eurozone und den USA an. Die Abweichungen bei den Zinsraten, welche grundlegend für den Wechselkurs sind, resultieren sehr oft aus den Wachstumsaussichten der USA und der Eurozone.

Und weiter gibt es die in jedem Maße wichtigen Wirtschaftdaten, welche zumeist selbsterklärend sind. Dies beinhaltet solch wichtige Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Inflationsrate, die Arbeitslosenquote und die Industrialisierung des Landes. All dies sind offensichtliche Faktoren, welche den EUR/USD-Kurs beeinflussen.

Ein weiterer Faktor, welchen den EUR/USD-Kurs beeinflusst ist der Wechselkurs-Effekt in Bezug auf Nicht-Dollar-Wechselkurse, z.B. EUR/JPY.

Dies sind die Hauptfaktoren, welche den EUR/USD-Kurs beeinflussen. Weitere sind länderspezifische Bedenken wie politische oder finanzielle Instabilität. In Bezug auf die USA trifft wohl eher das erstere und bezüglich einiger Teile der EU eher das letztere zu.

 

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